Die konsequente Lösung hierfür wäre im Rahmen der formalen Ausbildung, das Augenmerk verstärkt auf die Vermittlung von heuristischen Strategien zu legen. Das heißt den Lernenden Kompetenzen zu trainieren, die es ihm ermöglichen sich effizient weiterbilden zu können, sich Kompetenzen selberanzueignen und Wissen selber zu generieren. Das Internet ist aus verschiedenen Gründen ein idealer Ort um zu lernen.
Als erstes natürlich weil man sich bereits heutzutage mit einer kaum überschaubaren, gigantischen Ansammlung von Informationen und Wissen konfrontiert sieht. Wie genutzten Adjektive deutlich machen ist das Internet erstmal gleichzeitig Segen (Fülle an Information) und Fluch (Unstrukturiertheit) und deutet an dass auch der kompetente Umgang erlernt werden muss und diese Tatsache bereits eine gehörige Schwelle darstellt die es für den Lernenden zu überwinden gilt.
Doch bleiben wir noch etwas beim Internet als Bildungseinrichtung. Das ebengenannte Argument ist natürlich genauso zutreffend für das Web1.0. Web 2.0 addiert zur Fülle jedoch noch weitere Aspekte, die vor allem die Qualität des Inhalts, die Struktur und die Aufbereitung aufwerten. Auf die zugrundeliegenden Ideologien wird noch speziell eingegangen, doch möchte ich hier bereits einige Effekte vorwegnehmen. Jedes Wissensgebiet wird multiperspektivisch und multimedial zusammengebracht und verlinkt. Ist der User bereits vertraut mit den Gepflogenheiten wird auch er seinen Teil beitragen, und sei es nur indem er einem wikieintrag nicht verändert, oder ausser einem "ja, richtig" ihm kein anderer comment auf den vorliegenden blog-posting sinnvoll erscheint oder er taggt einen Beitrag und verbindet ihn damit eventuell mit neuen/ anderen Inhalten, Argumentationen oder sogar Gebieten. Der Lernende ist also gezwungen aktiv zu sein im Lernprozess. Und wenn ihm dies bereits bewusst ist, oder er es gar nicht anders kennt, wird der Lerneffekt, das Wissensnugget oder wie immer man es bezeichnet, unweigerlich in sein Netzwerk eingehen. Selbstverständlich ist die Grundmotivation des Lernenden intrinsisch, er begibt sich freiwillig auf die Suche nach Wissen um sich zu verbessern, doch ist die Aussicht auf Anerkennung bei der Partizipation auch verlockend, so man ihn als Sprungbrett in die Öffentlichkeit verstehen kann. Dies wiederum bringt eine gewisse Bekanntheit mit sich die sich gut für Einstellungsgespräche verwenden lässt. Zur intrinsischen gesellt sich also auch ein gesundes Maß an extrinsischer Motivation.
Ein weiterer motivierender Aspekt ist natürlich die Demokratie, der Lernende fasst sich automatisch auch als Lehrender auf. Für reale didaktische Prozesse tritt der eigentlich Lehrende eher als Vorbereiter und Wegweiser auf. Ebenso wie der vom Lernenden geplante Lerneffekt "just in time" bzw "just in case " eintreten wird, tritt der offiziell Lehrende ebenso nur auf wenn er explizit angefordert wird, oder sein eingreifen erforderlich ist, dies natürlich in derselben Weise wie auch der offiziell Lernende eingreifen würde. Ist dem Individuum ersteinmal die Selbstverständlichkeit des Selbstgesteuerten Lernens in Fleisch und Blut übergegangen, wird es für nichts anderes als normal sein, sich sein ganzen Leben weiterzubilden. Er muss für einen Job tiefgreifendes Wissen über Motoren aufweisen? Er wird es leichtaquirieren können. Er wird eventuell Videos ansehen die die Mechanik veranschaulichen, er wird an Diskusionen über Effizienz von bestimmtenKlopfzahlen (was immer das ist) teilnehmen, wichtige Internetseiten bei del.icio.us taggen und damit dem nächsten der sich darüber informieren will, sein Wissen weitergeben (und gleichzeitig, ohne die explizite absicht zu haben, das Internet kartografieren/ verschlagworten). Und natürlich wird sein Wissen auf dem neusten Stand sein.
Der Mensch kann Mithilfe dessen, was wir als web 2.0 kennen, auf das gesammelte Wissen, die kollektive Expertise der gesamten Bevölkerung zugreifen und wird zu einem Teil davon. Er wird es als nur Natürlich empfinden sich selbst "just in time/ just in case" geänderten Bedingungen anzupassen und sei es nur
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